Jazz-Matinee im Casablanca Ochsenfurt

Am Sonntag, den 23. Februar 2025, wurde im Casablanca Ochsenfurt eine neue Veranstaltungsreihe namens „Sonntags-Matinee“ feierlich eingeleitet. Die Premiere dieser Reihe verband gekonnt Live-Musik mit Filmkunst und widmete sich dem legendären Jazzpianisten Erroll Garner.

 


 

Musikalischer Auftakt mit Professor Bernhard Pichl
Vor der Filmvorführung „Misty – The Story of Erroll Garner“ begeisterte Professor Bernhard Pichl das Publikum mit einem halbstündigen Konzert. Pichl, der an der Hochschule für Musik Würzburg Jazz-Klavier und Jazz-Geschichte lehrt, interpretierte ausgewählte Kompositionen aus Garners umfangreichem Repertoire. Zwischen den einzelnen Stücken bereicherte Pichl die Veranstaltung mit informativen Kurzvorträgen über Leben und Werk des 1977 verstorbenen Jazzpianisten. Seine Ausführungen waren reich an persönlichen Anekdoten, die dem Publikum einen authentischen Einblick in Garners künstlerische und persönliche Entwicklung ermöglichten.

 


 

Der Film: Ein intimes Porträt einer Jazz-Legende
Im Anschluss an das Konzert folgte die Vorführung des Films „Misty – The Story of Erroll Garner“, der das Leben und Wirken dieses außergewöhnlichen Künstlers dokumentiert.
Ergänzt durch umfangreiches historisches Material entfaltet der Film eine einfühlsame Hommage an einen Künstler, dessen millionenfach verkaufte Platten (darunter die berühmte „Concert by the Sea“) und zeitlose Kompositionen wie „Misty“ Musikgeschichte geschrieben haben.

 

 


 

Ausblick auf kommende Veranstaltungen
Die Veranstaltungsreihe wird am 30. März 2025 um 11 Uhr mit der nächsten Sonntags-Matinee fortgesetzt. Dann steht Bob Dylan im Mittelpunkt: Der Film „Bob Dylan – Like a Complete Unknown“ wird gezeigt, eingeleitet durch Interpretationen von Dylan-Songs durch den Würzburger Singer/Songwriter Markus Rill. Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung werden demnächst auf der Website www.casa-kino.de veröffentlicht.
Die gelungene Premiere der „Sonntags-Matinee“ im Casablanca Ochsenfurt verspricht eine vielversprechende Reihe, die Musikliebhabern und Filmfreunden gleichermaßen besondere kulturelle Erlebnisse bieten wird.

 


 

Der nächste Jazzfilm im Casablanca läuft am Dienstag, den 4. März um 19:00 Uhr (ohne Live-Musik):
Soundtrack to a Coup d’Etat
Was hat Jazzmusik, Bepop und Blues mit der internationalen Politik der 60er Jahre zu tun? Dieser fesselnde Essayfilm von Johan Grimonprez erforscht in rasanter Bild- und Tonmontage einer unglaublichen Fülle dokumentarischen Materials die Verflechtungen von Jazzmusik und politischen Ereignissen. Im Jahr 1960 wird Patrice Lumumba der erste demokratisch gewählte Präsident der Republik Kongo. Ein politisches Erdbeben, das die USA und ihren Geheimdienst CIA zu extremen Mitteln greifen lässt. Der Kongo als Vorreiter einer afrikanischen Unabhängigkeitsbewegung! Die wichtigen Bodenschätze Afrikas! Sowohl Fidel Castro wie Malcolm X und auch Nikita Chruschtschow hatten schon ihren Fuß in der Tür… Die USA sanden farbige „Jazz Ambassadors“ wie Louis Armstrong, Dizzy Gillespie oder Nina Simone nach Afrika, um die Lage medienwirksam zu beschwichtigen. Das politische Ränkespiel hinter den Kulissen läuft jedoch Amok. Wenige Monate später wurde Lumumba ermordet. – Beeindruckend, faszinierend, aufwühlend und von brennender Aktualität!

 

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