Eichheuser Quintett „Irgendwo Dazwischen“

Das Eichheuser-Quintett hat vor einigen Wochen ihre CD „Irgendwo Dazwischen“ auf den Markt gebracht. Wir haben ein Exemplar zum Reinhören bekommen und wollen es Euch hier vorstellen.

Die Musiker*innen des Eichheuser Quintetts haben sich in ihrem Studium an der Hochschule für Musik Würzburg kennengelernt. Irgendwo zwischen Studium, Berufseinstieg, Auslandsaufenthalten und was sonst noch zum Leben als Jazzmusiker*in dazugehört haben sie im September 2022 acht Eigenkompositionen aufgenommen. Die Stücke, geschrieben von der Bandleaderin Carolin Heuser sowie von Kevin Pfister und Sabrina Damiani, begeisterten bereits bei Konzerten wie in Würzburg, Weimar oder Regensburg. Sie bewegen sich zwischen den unterschiedlichen Strömungen des Modern Jazz und sind geprägt von malerischen Melodien unterlegt mit farbenreichen Harmonien. Einflüsse aus klassischer Musik und Musik anderer Kulturkreise setzen besondere Akzente. Die Band zeichnet sich durch ihr lebendiges Zusammenspiel aus, welches sich vor allem in den gemeinsam geführten Spannungsbögen der Soli zeigt. Die schönsten Momente entstehen dann, wenn zwischen den Solophrasen die anderen Musiker*innen auf das Gespielte reagieren. So wird das „Dazwischen“ wiederum zur neuen Quelle der Inspiration.

Klassich swingend beginnt die Scheibe mit dem Opener Vogelfrei – mit wunderschön melodiösen Soli des Trompeters Stephan Eichhorn, des Pianisten Kevin Pfister und des Drummers Max Lange. Mit Gustv Ewald folgt eine angenehm elegische Ballade zum Zurücklehnen. Der etwas ungewöhnliche Titel des dritten Songs Leberkästage weckt Interesse auf das, was da kommen mag. Uptempo-Swing in Bigband-Manier – sehr dynamisch und packend von einem eingespielten Quintett vorgetragen – Kompliment! Etwas ruhiger wird es dann wieder mit Crane Dance, ein sehr atmosphärisches Stück mit starken Solo-Parts und viel Luft zum Atmen. Mit Mind legen die Würzburger ein sehr dynamsiches Modern Jazz-Stück in die Mitte der Platte. Der an Duke Ellington erinnernde MC C Blues vermittelt wieder klassisches Bigband-Feeling. Moderner geht es mit War Gestern Schon Morgen? weiter – eine groovige Ballade mit perfektem Zusammenspiel. Mit The Next New Start endet die Platte – wieder ein grooviger Tune, der dauz einlädt die Platte nochmal von vorne zu hören.

Stephan Eichhorn – Trompete, Flügelhorn
Carolin Heuser – Sopran-, Altsaxophon
Kevin Pfister – Klavier
Sabrina Damiani – Kontrabass
Max Lange – Schlagzeug

Das gesamte Album ist auf Spotify, YouTube, iTunes und Co. als Download verfügbar. Auf Konzerten kann man sein perösnliches Exemplar erwerben oder im Online-Shop der musik-butik bestellen.

Weitere Infos zu Band, Videos von den einzelnen Stücken, Tourdaten etc. gibt es auf der Website des Quintetts.

Text: Tommi Neubauer

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