Lesung mit Peter Kemper

Im Oktober 2023 hat der Musikjournalist Peter Kemper im Reclam-Verlag sein Buch „The Sound of Rebellion – Zur politischen Ästhetik des Jazz“ veröffentlicht. Er geht in diesem grundlegenden Werk davon aus, dass Jazz schon immer in die Auseinandersetzungen um Rassismus und soziale Ausgrenzung verstrickt war. Und hat ein Jazzbuch geschrieben, wie es noch keines gab: Erstmals wird hier die Emanzipationsgeschichte der Afroamerikaner in den letzten 100 Jahren anhand der Geschichte des Jazz nachgezeichnet. 

Doch worin liegt der subversive Kern des Jazz? Im demokratischen Charakter der Improvisation? In kämpferischen Texten und Titeln oder in der Soundsprache selbst? In seiner multimedialen Lesung, die sich um den Bassisten und Komponisten Charles Mingus, sowie den Saxophonisten Kamasi Washington dreht, demonstrierte Kemper, wie weit die Schlagkraft eines politisch verstandenen Jazz reicht, wo seine ästhetischen Potentiale und wo seine Grenzen liegen. 

„Ich fühle mich als Inbegriff von Black Lives Matter“ erklärt der Saxophonist Kamasi Washington. Immer wieder ist vom „Jazz als Befreiungsmusik“ die Rede. Doch wie politisch ist der Jazz wirklich? Peter Kemper ging in seinem grundlegenden Werk „The Sound of Rebellion“ davon aus, dass Jazz seit seinen Anfängen in die Auseinandersetzungen um Rassismus und soziale Ausgrenzung verstrickt war.

In einer multimedialen Lesung mit Musik- und Filmbeispielen und anschließendem Podiumsgespräch stellte Peter Kemper die Grundgedanken seines neuen Buches vor.    

Eine Kooperationsveranstaltung von mainJAZZ und dem Dachverband freier Würzburger Kulturträger.

Text & Bilder: Tommi Neubauer

Besetzung

Veranstaltungsort