mainJAZZ Info

mainJAZZ Würzburg e.V. engagiert sich seit vielen Jahren für die nachhaltige Förderung der Jazzkultur in Würzburg und Unterfranken. Der Verein kuratiert Konzerte, Workshops, Vermittlungsformate sowie spartenübergreifende Projekte und versteht sich als zentrale Plattform für regionale, nationale und internationale Jazzkünstler*innen. Ziel ist es, Jazz als lebendige, offene und gesellschaftlich relevante Kunstform sichtbar zu machen, vielfältige Zielgruppen an Kultur heranzuführen und Würzburg langfristig als „zweite Jazzhauptstadt am Main“ zu etablieren.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf kultureller Bildung. mainJAZZ organisiert Schulkonzerte, Workshops und Probenbesuche in Zusammenarbeit mit Würzburger Schulen wie dem Matthias-Grünewald-Gymnasium, dem Siebold-Gymnasium oder der Jakob-Stoll-Realschule. Jugendliche erhalten Einblicke in Improvisation, Rhythmus, Harmonielehre und Ensemblespiel. Auch für Erwachsene gibt es Angebote wie Listening Sessions, Einführungskonzerte oder Einsteigerworkshops. Darüber hinaus bringt mainJAZZ Jazzvermittlung in den öffentlichen Raum – etwa durch Pop-up-Konzerte, Künstlergespräche oder Meet-the-Artist-Formate. Dabei steht immer die aktive Beteiligung im Vordergrund – nicht nur der passive Konzertbesuch.

Inklusion, Integration und Teilhabe sind tragende Säulen des künstlerischen Programms. Niedrigschwellige Jam Sessions ermöglichen das gemeinsame Musizieren von Profis und Amateuren. Partizipative Formate richten sich an Menschen mit wenig musikalischer Vorerfahrung. In Kooperation mit sozialen Einrichtungen werden benachteiligte Gruppen gezielt angesprochen. Workshops mit internationalen Musiker*innen und interkulturelle Ensembleprojekte schaffen zusätzliche Räume für Begegnung. Ein flexibles Preissystem sowie barrierearme Kommunikation sorgen dafür, dass auch finanzielle oder sprachliche Hürden möglichst gering sind.

Spartenübergreifende Projekte gehören fest zum Profil des Vereins. Regelmäßig entstehen Kooperationen zwischen Jazz und Literatur, etwa in Form von Lesungskonzerten oder Klangräumen zu Texten. Mit Jazz & Film, Tanzprojekten oder Visual-Poetry-Performances werden weitere künstlerische Felder einbezogen. Dabei arbeitet mainJAZZ eng mit lokalen Kulturakteur*innen, Institutionen und Netzwerken zusammen – vom Keller Z87 über das Musiknetzwerk Unterfranken bis hin zu freien Theatern und Kunstinitiativen.

Ein weiterer Fokus liegt auf interkulturellen Projekten. Internationale Jazzstile – von Latin über orientalischen Jazz bis zu osteuropäischer Folklore – sind fester Bestandteil des Konzertprogramms. Workshops und Themenabende fördern den Austausch über musikalische Herkunft und kulturelle Einflüsse. In Zusammenarbeit mit migrantischen Communities wird Jazz bewusst als Brücke zwischen Kulturen genutzt.

mainJAZZ fördert zudem gezielt innovative Ansätze im Jazz: Crossover-Projekte mit elektronischer Musik, moderner Klassik oder Sound Art, experimentelle Klanginstallationen und immersive Konzertformate gehören ebenso dazu wie digitale Konzepte. Mit hybriden Veranstaltungsformaten, Online-Workshops und Konzertdokumentationen wird auch das digitale Potenzial von Jazz als Kunstform ausgeschöpft.

Die enge Kooperation mit regionalen Partnern ist essenzieller Bestandteil der Arbeit von mainJAZZ. Dazu zählen Schulen und Bildungseinrichtungen ebenso wie Kultureinrichtungen und Bühnen sowie freie Theatergruppen, Soziokulturzentren und andere kreative Orte in der Region.

Gegründet wurde mainJAZZ im Oktober 2019 von Hubert Winter, Bernhard Pichl, Uli Kleideiter, Rudi Engel, Michael Arlt und Tommi Neubauer.