BR-Klassik widmet Reza Askari eine Jazztime-Sondersendung – Porträt des Jazzbass-Professors in Würzburg

Am 10. Februar widmete BR-Klassik dem Bassisten Reza Askari eine ausführliche Sondersendung in der Reihe „Jazztime“. Die Sendung zeichnet ein vielschichtiges Porträt des Musikers, der seit Oktober 2023 als Professor für Jazzbass an der Hochschule für Musik Würzburg tätig ist und dort die Nachfolge des langjährigen Bassisten und Pädagogen Rudi Engel angetreten hat.

Die Sendung porträtiert Reza Askari als einen der markanten Vertreter des aktuellen europäischen Jazz, dessen Spiel gleichermaßen von Klangbewusstsein, Offenheit und künstlerischer Neugier geprägt ist. Im Mittelpunkt steht sein Verständnis von Musik als Kommunikationsform: Improvisation wird nicht als virtuose Selbstdarstellung, sondern als gemeinsamer Suchprozess verstanden, bei dem Klang, Raum und Interaktion entscheidend sind.

Thematisiert wird auch Askaris musikalischer Weg – vom frühen Interesse an Musik über seine Ausbildung bis hin zur Entwicklung eines eigenen künstlerischen Profils zwischen Jazztradition, freier Improvisation und zeitgenössischen Ausdrucksformen. Seine Projekte zeigen eine große stilistische Bandbreite, reichen vom kammermusikalisch geprägten Trio bis zu experimentelleren Formaten und verbinden strukturiertes Komponieren mit offener Improvisation.

Ein weiterer Schwerpunkt der Sendung ist seine Rolle als Gestalter und Vermittler. Askari versteht Musik als sozialen Prozess, der Austausch, Zuhören und kollektives Denken voraussetzt. Dieses Verständnis prägt sowohl seine Arbeit als Musiker als auch seine Tätigkeit als Professor für Jazzbass, bei der er besonders Wert auf Klangbewusstsein, Individualität und kreatives Denken legt.

Insgesamt zeichnet die Sendung das Bild eines Musikers, der Jazz als lebendige, sich ständig wandelnde Kunstform begreift – offen für Einflüsse, getragen von Kommunikation und geprägt von einer klaren eigenen Klangsprache.


Nachzuhören auf BR-Klassik Jazztime
Moderation: Henning Sieverts

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