Übergang mit Zukunft: Jazzinitiative Würzburg löst sich auf – mainJAZZ übernimmt zentrale Aufgaben

Am 16. Dezember fand im Theater am Neunerplatz die diesjährige Jahreshauptversammlung der Jazzinitiative Würzburg statt – und es wurde ein historischer Abend: Nicht nur, weil so viele Mitglieder wie noch nie den Weg zur Versammlung gefunden haben, sondern vor allem, weil sich keine Kandidatin für einen der Vorstandsposten zur Verfügung stellte.

Jörg Meister, der die Jazzini seit 2003 als 1. Vorsitzender führt, hatte im Vorfeld angekündigt, mit Erreichen seines 80. Lebensjahres nicht mehr zur Wahl anzutreten. Auch die übrigen Vorstandsmitglieder stellten sich nicht erneut zur Wahl. Damit war klar: Nach über 40 Jahren wird sich der traditionsreiche Verein Anfang 2026 in einer Vollversammlung offiziell auflösen.

In den letzten Jahren prägte die Jazzini insbesondere mit drei Säulen das Würzburger Jazzleben: dem Jazzfestival Würzburg, der monatlichen Jam-Session im Chambinzky und dem vereinseigenen Proberaum („Jazzhaus„) in der Richard-Wagner-Straße. Damit diese Initiativen nicht wegfallen, hat sich der Verein mainJAZZ Würzburg e.V. bereit erklärt, alle drei Bereiche zu übernehmen – und weiterzuentwickeln.

mainJAZZ arbeitet bereits seit Jahren basisdemokratisch in verschiedenen Arbeitsgruppen – etwa mit der Gypsy Jazz Jam Session im Keller Z87, der Core-Trio-Reihe im Chambinzky, Jazzkonzerten in der Kulturscheune Höchberg oder dem Benefizkonzert Jazz für Nepal. Auch die Organisation der jazzlounge-Reihe im Keller Z87 liegt in Händen engagierter Mitglieder. So soll es auch mit dem Jazzfestival und der Jam-Session weitergehen: Offen, kooperativ und gemeinschaftlich.

Besonders erfreulich: Die bisherige Jazzini-Vorstandschaft hat sich geschlossen dazu bereit erklärt, weiterhin aktiv bei der Festivalplanung mitzuarbeiten. Das ermöglicht einen fließenden Übergang ohne Reibungsverluste – und mit viel Erfahrung im Rücken.

Damit das Jazzfestival finanziell tragfähig bleibt, ist es jedoch entscheidend, dass möglichst viele Mitglieder der Jazzinitiative nun auch Mitglied bei mainJAZZ werden. Die Mitgliedsbeiträge sichern nicht nur das Festival, sondern unterstützen die Jazzkultur in Stadt und Region langfristig. Und: mainJAZZ-Mitglieder erhalten vergünstigten Eintritt zu zahlreichen Konzerten im gesamten Netzwerk.

Die Auflösung der Jazzinitiative markiert somit keinen Abschied vom Jazz in Würzburg – sondern den Anfang eines neuen Kapitels. Oder, um es mit einem Augenzwinkern zu sagen: Der Jazz in Würzburg stirbt nicht – er wird nur ein bisschen anders riechen.

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Kontakt für Fragen und Mitarbeit: info@mainjazz.de

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